Schwesternkonzept `87

eine Raum-Klang- Installation (2010), ca. 400x300x300cm

Rundgang der HfG Offenbach am Main 9.-11.7.2010
Festival Junger Talente, Gelände der EVO Offenbach am Main, 10.-12.9.2010

Die Idee zur Installation "Schwesternkonzept `87" geht zurück auf eine Begebenheit in meiner Kindheit. 1987 im Alter von sechs Jahren beobachtete meine Schwester wie ich, damals zweijährig bereits physikalische Experimente durchführte. Eines davon bestand darin, die Wirkung von Nägeln in Steckdosen zu untersuchen, die sich als tränenreich erwies. Einige Tage nach diesem Ereignis machte uns unser Vater eine grosse Freude in Form eines Papp-Spielhauses. Nach kurzem gemeinsamen Spiel beschloss meine Schwester in meiner Abwesenheit einige Veränderungen am Haus vorzunehmen. Unter Einsatz eines schwarzen Filzstiftes versah sie das Haus mit mehreren Dutzend Steckdosen. Als ich den Dachboden, zugleich Ort physikalischer Experimente sowie Grundstück des Hauses, erreichte, freute ich mich nicht etwa über die Angliederung der Residenz ans örtliche Stromnetz. Vielmehr wurde mir klar, welche Macht den Erstgeborenen zufällt und ich bezog künftig eine Nische unter dem Schreibtisch meines Vaters.

Das Steckdosenhaus ist begehbar, es können ich darin bis zu 3 Personen aufhalten. Licht und Geräuschkulisse sorgen für eine wenig kindgerechte Atmosphäre.


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Schwesternkonzept `87 Foto: Jonatan Schwenk
Schwesternkonzept `87 Foto: Jonatan Schwenk
Schwesternkonzept `87 Foto: Jonatan Schwenk
Schwesternkonzept `87 Foto: Jonatan Schwenk
Schwesternkonzept `87 Foto: Jonatan Schwenk
Schwesternkonzept `87 Foto: Jonatan Schwenk
Schwesternkonzept `87 Foto: Jonatan Schwenk
Schwesternkonzept `87 Foto: Jonatan Schwenk
Schwesternkonzept `87 Foto: Jonatan Schwenk
Schwesternkonzept `87 Foto: Jonatan Schwenk